Interviews mit den Partnern

Home
benedikt-stockert-closeup

Interview: Benedikt Stockert

Wussten Sie schon während des Studiums, dass Sie Anwalt mit Spezialisierung auf Immobilienrecht werden wollten?
Es war für mich von Anfang an klar, in diese Schiene zu gehen. Natürlich fragt man sich zwischendurch immer wieder, ob man die richtige Wahl getroffen hat. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meiner Berufswahl.

Was war bislang Ihr spektakulärster Fall?
Das ist schwierig. Denn ich habe mit kleinen Fällen begonnen und jetzt sind sie zum Teil sehr umfassend geworden. Für mich war es von Beginn an spannend, Menschen zu ihrer jeweiligen Rechtsposition zu verhelfen. Anfangs betreute ich kleine, heute mitunter sehr große Transaktionen. Die Spannung bemisst sich aber sicherlich nicht am Volumen.

Was sind für Sie spannende Fälle?
Für mich sind die Mandate spannend, wo ich weiß, meine Klienten haben einen echten Mehrwert davon. Damit meine ich nicht nur monetären Mehrwert, sondern dass sie ein richtiges Glücksgefühl empfinden, wenn das Mandat abgeschlossen ist.

Was ist in Ihrer Arbeit abgesehen von juristischer Expertise am meisten gefragt?
Man muss Experte im Troubleshooting sein und manchmal mitunter auch ein guter Psychologe. Ohne zwischenmenschliche Kompetenzen lässt sich unser Job nur schwer erledigen.

Wurden Sie auf der Universität darauf vorbereitet, auch psychologisch firm sein zu müssen?
Nein, gar nicht. Wahrscheinlich wäre es gut, auch Konfliktlösung und Gesprächsführung in den Studienplan aufzunehmen. Jeder Anwalt muss bis zu einem gewissen Grad Mediator sein. Bei mir war das alles learning by doing.

Als Immobilienrechts-Spezialist hatten Sie in den letzten Jahren nicht wenig zu tun. Bleibt das so?
Wien ist aktuell die am stärksten wachsende deutschsprachige Stadt und wir betreuen vorwiegend Transaktionen in der Bundeshauptstadt. Also, ja, ich bin davon überzeugt, dass ich auch die nächsten Jahre noch gut zu tun haben werde. Ich bin auch überzeugt, dass wir – blickt man auf benachbarte Metropolen – preislich im noch nicht den Plafond erreicht haben. Ob man das nun will oder nicht, aber da tut sich noch etwas.

Ihre Tätigkeit spielt sich auch viel bei Gericht und Behörden ab. Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Justiz und der Bürokratie?
Durchaus positiv. Ich kann das Justizbashing aus meiner Warte nicht ganz nachvollziehen. Sind wir uns ehrlich, zumeist haben wir es mit sehr schlauen Richtern zu tun.

Macht Ihnen die Arbeit vor Gericht oder am Schreibtisch mehr Spaß?
Die Ausverhandlung von Verträgen außerhalb eines Gerichtssaals macht mir am meisten Spaß. Ein Vertrag ist meist nur dann wirklich gut, wenn alle Beteiligten zufrieden damit sind.

Worauf können Sie in Ihrer Arbeit auf keinen Fall verzichten?
Auf Humor, auf Spaß an der Arbeit und auf Empathie. Das macht uns aus.

Interview geführt mit Mag. Angelika Kramer – Der Trend